Phase 2

Nachdem Sie in der ersten Phase sich das entsprechende technische Equipment besorgt haben und eine konkrete Vorstellung davon haben, wie Sie ihr Video in Bezug auf Inhalt und Struktur gestalten wollen, können Sie nun in die Phase 2 übergehen. In diesem Abschnitt erhalten Sie wichtige Hinweise, die Sie während der Aufnahme berücksichtigen sollten. Keine Angst: Sie können auch als Nicht-Profi im Filmen diese Tipps umsetzen!

Tipp 1

Versuchen Sie mit dem Zoomen und dem Schwenken sparsam umzugehen. Vor allem der Zoom ist eine unnatürliche Seherfahrung. Selbstverständlich können Sie zoomen, wenn Sie eine Szene besonders in den Fokus rücken wollen. Aber gehen Sie sparsam damit um. Auch das übermäßige Schwenken der Kamera sollte vermieden werden. Wenn Sie unterschiedliche Perspektiven filmen wollen, dann teilen Sie lieber die Aufnahme in mehrere Teile auf, die Sie dann beim Schneiden in Phase 3 dann entsprechend zusammenfügen können. In der Praxis wird darauf Wert gelegt, dass ein Schwenkbereich von 90-120º nicht überschritten wird.

Tipp 2

Verwenden Sie ein Stativ! Ein gutes Stativ kann relativ teuer sein. Wenn Sie kein entsprechendes Budget zur Verfügung haben, dann verwenden Sie ein günstigeres Stativ für Amateure. Lieber Sie verwenden ein günstiges Stativ als keins zu benutzen. Besonders wenn Sie keine Person finden, die Ihnen beim Filmen behilflich sein kann, ist es wichtig, dass Ihre Kamera einen optimalen Halt hat, sobald Sie sie entsprechend positionieren. So können Sie ein Verwackeln beim Aufnehmen vermeiden. Wenn Sie sich gegen ein Stativ entscheiden, dann nutzen Sie die örtlichen Gegebenheiten, um der Kamera einen sicheren, ruhigen Halt geben zu können.

Tipp 3

Achten Sie auf den Ton! In den meisten Fällen kann das integrierte Mikrophon in Ihrer Kamera ausreichend sein. Jedoch ist es empfehlenswert, ein externes Mikrophon zu verwenden. Damit ersparen Sie sich Ärger in der Phase 3, wenn Sie plötzlich beim Schneiden der Videos bemerken, dass Nebengeräusche das Gesprochene übertönen.

Tipp 4

Vermeiden Sie Effekte! Diese können Sie immer noch bei der Bearbeitung des Videos im Nachhinein, also in der Phase 3 einfügen. Aber wenn Sie während des Filmens Effekte verwenden, sind diese nicht allzu leicht zu entfernen. Daher empfiehlt es sich, darauf beim Filmen zu verzichten.


Tipp 5

Sorgen Sie für Ersatz! Falls Sie eine zweite Kamera haben, die zum Filmen geeignet ist, dann nehmen Sie diese zur Sicherheit mit. Es kann immer passieren, dass mal die Technik versagt. Achten Sie auch darauf, dass der Akku Ihrer Kamera ausreichend geladen ist und über genug Speicherplatz verfügt.


Tipp 6

Es wurde zwar bereits in Phase 1 darauf hingewiesen aber es empfiehlt sich, dies nochmal zu wiederholen: Achten Sie darauf, dass keine störenden Gegenstände oder für das Video irrelevante Personen auf dem Video sind, die ablenkend sein können. Dies kann dazu führen, dass Sie gute Szenen nicht in Ihrem Video verwenden können, weil ein störender Gegenstand im Hintergrund zu sehen ist.
Tipp 7

Filmen Sie so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass Sie ausreichend Videomaterial haben, woraus Sie in Phase 3 ein erfolgreiches Video zusammenschneiden können. Die in Phase 1 empfohlene Dauer von 2-3 Minuten für die Videos bezieht sich selbstverständlich auf die Endversion des Videos. Für das Filmen sollten Sie mindestens eine halbe Stunde einplanen, um am Ende ausreichend Videomaterial zu erhalten.

Tipp 8

Denken Sie daran, die Einverständniserklärungen der Personen, die in Ihrem Video auftauchen, einzuholen. Lassen Sie die Einverständniserklärungen unterschreiben und bewahren Sie diese gut auf! Für den Fall, dass jemand nicht gefilmt werden möchte, müssen Sie dafür sorgen, dass diese Person nicht im Bild auftaucht, um sich möglichen Ärger durch rechlichte Auseinandersetzungen zu ersparen.

Hier geht es zur Phase 3.


 

Quelle: Vgl. Greil, 2013