Inhalt und Gestaltung

Bevor Sie Ihr Video erstellen, ist es wichtig, dass die Zielgruppe bekannt ist. Handelt es sich um einen Sprachkurs? Oder doch einen Kurs aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung? Je nachdem welchen Kurs Sie präsentieren wollen, wird selbstverständlich auch der Inhalt und die Struktur des Videos dadurch bestimmt. Zunächst gibt es einige allgemeine Fragen, die Sie unabhängig von dem Fokus des Kurses auf jeden Fall in Ihrem Video beantworten sollten (vgl. Matting, 2015):


Was kann man in Ihrem Kurs lernen? Welche Kenntnisse werden die Teilnehmer nach dem Besuch Ihres Kurses haben?

Wer sind Sie? Geben Sie Interessenten die Möglichkeit, sich ein Bild von Ihrem zukünftigen Dozenten zu machen. Zeigen Sie Ihr Gesicht und Ihre Stimme!

Wie vermitteln Sie Ihr Wissen an die Teilnehmer? Haben Ihre Kurse einen hohen praktischen Anteil? Zeigen Sie reale Ausschnitte aus Ihren Kursen und geben Sie Interessenten einen Einblick in Ihr Kursleben!

Warum sollen Interessenten Ihren Kurs besuchen und keinen anderen? Heben Sie die Besonderheiten und Vorteile Ihres Kurses hervor!

Wann können Interessenten Ihren Kurs besuchen? Diese Informationen können Sie auch anderswo erwähnen aber es wäre empfehlenswert, auch im Video zu erwähnen, in welchen Zeiträumen Ihr Kurs stattfindet.


Es gibt einige weitere Aspekte, die Sie bei der Gestaltung Ihres Videos berücksichtigen sollten. Die Sprache ist eines davon. Es empfiehlt sich, wenn Sie in Ihrem Video möglichst frei sprechen und natürlich wirken. Sie sollten versuchen, Ihren Text nicht abzulesen. Sonst wird die Dynamik des Videos darunter leiden. Ebenso ist es wichtig, ob Sie die Interessenten duzen oder siezen. Dies sollten Sie entsprechend Ihrer Zielgruppe entscheiden. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Sprache der Zielgruppe entsprechend ist und nicht allzu viele Fremdwörter in dem Video auftauchen. Sprache und Inhalt müssen authentisch sein.

Legen Sie ebenso auf den Unterhaltungsaspekt Ihres Videos Wert. Sie können Geschichten oder andere kreative Aspekte in Ihr Video einbauen, um Ihre Message zu vermitteln. Mit alltagsbezogenen Beispielen können Sie es schaffen, eine Nähe zu Ihren Interessenten aufzubauen. Außerdem ist es wichtig, dass keine ablenkenden Inhalte in Ihrem Video zu sehen sind. Achten Sie darauf, dass beispielsweise im Bild nichts auftaucht, was kenen Bezug zum Thema hat. Wenn Sie beispielsweise über Ostern in Ihrem Video erzählen, würde es unpassend sein, wenn ein Adventskranz in Ihrem Video zu sehen ist.

Besonders groß ist der Effekt Ihres Videos, wenn Sie Ihr Video gut strukturieren. Dafür empfiehlt sich das bekannte AIDA-Modell. A (Awareness) bedeutet, dass Sie die Aufmerksamkeit des Betrachters erhalten müssen. Vor allem die ersten 30 Sekunden sind hierbei entscheidend. I (Interest) ist die zweite Phase. Hier haben Sie bereits das Interesse des Betrachters gewonnen. Nutzen Sie dies und teilen Sie relevante Informationen über Ihren Kurs. D (Desire) ist die Phase, in der Sie den Wunsch der Interessenten wecken müssen, an Ihrem Kurs teilzunehmen. Schließen Sie Ihr Video mit einer Aufforderung ab. Die letzte Phase A (Action) kann wichtig sein, um die Interessenten nochmal abschließend zu animieren, sich für Ihren Kurs anzumelden.

Vergessen Sie nicht: Mit zu langen Videos verlieren Sie eher Interesse, als dass sie welches gewinnen. Achten Sie darauf, dass Ihr Video möglichst zwei, maximal drei Minuten dauert. Dies hilft Ihnen, die Aufmerksamkeit zu erhalten.

Hier geht es zu dem Abschnitt ,,Wichtige Hinweise“ der Phase 1.


 

Quellen: Learn2use, 2016; Becher, 2012; Ebner/Schön, 2013